Sonntag, 16. Juli 2017

Warum müssen Models eigentlich so dünn sein?

"Dürfen die überhaupt noch was essen?"

"Die sind doch alle magersüchtig!"

"Und das sollen Vorbilder sein?!"

Mit solchen Fragen und Kommentaren wird nicht nur die TV-Show "Germany´s next Topmodel", sondern die gesamte Modebranche immer wieder konfrontiert. Und das zurecht: Size Zero ist alles andere als eine erstrebenswerte Kleidergröße! Aber warum ändert die Modebranche nichts daran?


Die Modebranche hat Gründe für Size Zero, die ich euch gerne erläutern möchte. Unter anderem, weil in meinen GNTM-Berichten auch bereits der ein oder andere Kommentar bzgl. des "Magerwahns" gepostet wurde und weil mir das Thema persönlich sehr wichtig ist.
GNTM zeigt den Weg der Mädchen, wie sie zu einer von denen werden, die uns jeden Tag in den Medien begegnen: Models. Egal ob auf dem Cover einer Zeitschrift, in einem Fernsehwerbespot oder in einem Kleider-Katalog. Das Mager-Problem bezieht sich nicht wirklich auf GNTM, sondern auf die gesamte Modebranche. Aber warum gibt es diese extremen Maße in der Modebranche?


Die Erklärung ist einfach:
  1. Der Begriff "wandelnder Kleiderständer" kommt nicht von ungefähr: Designer wollen auf den Modeschauen ihre Kleidung präsentieren - und nicht das Model an sich. Bei einem dünnen Model kommt z. B. ein Kleid mit all seinen Details viel besser zur Geltung - Ein knackiger Po oder ein voller Busen würde vom Kleid eher ablenken. Klingt hart, ist aber Tatsache!
  2. Die Designer lassen ihre Kollektion für den Laufsteg in nur einer Kleidergröße produzieren, wodurch Zeit und Kosten gespart werden. In diese Kleidergröße müssen die Models dann natürlich auch reinpassen. Logisch! ...Nun kann man sich fragen, warum diese Einheitsgröße denn unbedingt eine 32 sein muss und nicht eine 40 sein kann? Auch das hat seinen Grund, denn: 
  3. Je größer die Größe, desto unterschiedlicher der Körperbau. Während die eine bei Größe 40 ein pralles Dekolleté hat, ist bei der anderen der Po etwas rundlicher und wieder eine andere hat vielleicht ein kleines Bäuchlein. Größe 40 ist eben nicht gleich Größe 40.

Die 3 Aspekte sollen selbstverständlich keine Rechtfertigung darstellen, sondern erklären, warum es diese strengen Vorgaben überhaupt gibt. Die für mich wichtigste Schlussfolgerung, die jedes Mädchen wissen sollte ist: Models müssen nicht dünn sein, weil schlanker Körper so schön ist, sondern weil dadurch vor allem Arbeitsaufwand und Kosten gespart werden. Zudem sollen sie uns die Kleidung gut präsentieren und verkaufen - aber kein Vorbild für uns sein! 
Schlimm ist es natürlich trotzdem - keine Frage! Aufgrund der oben genannten Aspekte bin ich was eine echte  "Revolution" angeht, jedoch eher pessimistisch eingestellt. Ich hoffe einfach, dass sich alle Mädchen darüber bewusst werden, dass Models keine Schönheitsideale sind und dass einfach nur diejenigen Model werden, die von Natur aus so dünn sind. 
Was meint ihr? Glaubt ihr, dass sich die Vorgaben in der Modebranche irgendwann ändern werden? Und wenn ja, wie?

Kommentare:

  1. Das hast du sehr schön erklärt 😊 Dünn ist nicht zwingend gleich schön

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  2. Sehr schöner Beitrag Liebes,
    ich finde, dass du sehr oft super tolle und informative Beiträge hast :) !
    Ich bin mir da etwas unsicher, ich denke in der Modebranche werden sich am Ende alle durchsetzen... Also eine Vielfalt aus Dünn, Curvy, klein und groß :)
    Viele Grüße
    Juli von JuliJolie

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  3. Ich bezweifel, dass sich die Modelbranche im Allgemeinen in nächster Zeit dies bzgl. ändern wird. Mit Sicherheit gibt es aber "hier & da" Ausnahmen...
    lg

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  4. Das hast du echt toll erklärt :)
    Aber mir gefallen normale oder dickere Models mehr :)

    ShellyAbdallahs.Blogspot

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